Webclips und der Anspruch HDV

Sep 25th, 2008 | By Zottl | Category: Technik

HDVDer Großteil unserer Produktionen wird zur Präsentation im Internet angefertigt. Hier unterliegen wir ständig der Anforderung, höchstmögliche Qualität bei kleinstmöglicher Ladezeit zu liefern. Wir verschweigen nicht, dass durch die uns zur Verfügung stehenden Möglichkeiten zur Encodierung des Rohmaterials zur Aufbereitung als High Quality Webclips bei der Kompression Qualitätsverluste entstehen, die aber für den Betrachter irrelevant, weil nicht wahrnehmbar sind.

HDV im Internet darzustellen ist aktuell nicht sinnvoll möglich, da die Consumer Monitore nicht auf HDV ausgelegt sind. Nur die wenigsten Haushalte sind derzeit mit HD-fähigen Endgeräten ausgestattet.
Nur um den Preis in die Höhe zu treiben werden wir Ihnen sicherlich nichts anbieten, was in dieser Form eigentlich nicht verwertbar ist.

Unsere Technik bietet uns die Möglichkeit, Webclips und Videos zu produzieren, die sicher alle Ansprüche an höchste Qualität befriedigen.

Bei Produktionen, die speziell zur Präsentation auf HD-fähigen Endgeräten abzielen, ist der Workflow bedeutend aufwendiger, was sich schon in den Vorbereitungen zum Dreh bemerkbar macht. Selbst Visagistinnen brauchen spezielle Schulungen, da auch das Make-Up “HD-fähig” sein muss. Die Technik von der Aufnahme über die weitere Verarbeitung erfordert spezielle Technik und sollte nur mit dem entsprechenden Fachwissen bedient werden.

Man lässt sich gerne täuschen, wenn bei den großen Handelsketten der Unterhaltungsindustrie Camcorder auf den Markt geworfen werden, die mit Aufdrucken wie “HDV” und ähnlichem auftrumpfen. Für echte Produktionen sind diese Geräte nicht geeignet, begeistern aber den Endverbraucher, der nicht nur nach massig Megapixel bei Spiegelreflexkameras hechtet, sondern auch eine “echte” HD-Kamera sein Eigen nennen möchte - zum Teil ohne über Anforderungen an die Abspieltechnik und andere Nachteile informiert zu sein.

Die Preisspanne für “kleine”, in unserem Segment brauchbare Kameras dieser Art beginnt bei ca. 7000 Euro und ist nach oben hin offen.

Man sollte sich also gut überlegen, ob man diese Spezifikation für seine Produktionen
wirklich benötigt bzw. ob es sich tatsächlich lohnt, die deutlich höheren Kosten für echtes HDV zu tragen.

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